Das Ensemble AkkoFans sorgte für frische Impulse: Zwei neue Workshop-Teilnehmende wurden hier herzlich aufgenommen und präsentierten gemeinsam mit den schon erfahrenen Mitgliedern die ebenso anspruchsvolle wie unterhaltsame „Comedy Suite“ von Helmut Quakernack. Noch in der vorletzten Probe hatte nicht alles funktioniert – doch beim Konzert überzeugte das Ensemble mit einem lebendigen und pointierten Vortrag. Vom Ragtime über einen Slow Waltz und einen „teuflischen“ Boogie bis zur Ballade „Good Night“ spannte sich der musikalische Bogen. Zum Abschluss riss der swingende Ragtime von Scott Joplin, unterstützt durch E-Bass und Schlagzeug, das Publikum mit und wurde mit viel Applaus belohnt.
Charmant und kenntnisreich führte die musikalische Leiterin Anita Brandtstäter durch das Programm und unterstrich dabei auch die besondere Bedeutung des Akkordeons im Jahr 2026: Nicht ohne Grund wurde es von den Landesmusikräten zum „Instrument des Jahres“ gekürt – und dafür stand auch dieses Konzert mit seiner Musikvielfalt eindrucksvoll.
Den glanzvollen Schlusspunkt setzte das Hauptorchester des Akkordeon-Orchesters Wesseling mit einem ebenso abwechslungsreichen wie klangfarbenreichen Programm. Von der stimmungsvollen Originalkomposition „Ein Morgen in den Bergen“ von Rudolf Würthner über mitreißende Gershwin-Klassiker bis hin zu Rock-Pop-Hits spannte sich der Bogen, selbstverständich mit Berücksichtigung der klassischen Akkordeon-Genres Musette und Tango. Besonders gut kam das Lied „Memory“ aus dem Musical „Cats“ von Andrew Lloyd-Webber an. Viel Applaus erntete auch Solistin Anita Brandtstäter bei dem lyrischen Tango nuevo „Oblivion“ von Astor Piazzolla, Thomas Scheib am Klavier brachte eine weitere Klangfarbe in das großartige Arrangement von Hans-Günther Kölz ein. Für Begeisterung sorgte auch das energiegeladene Medley „Back To The Sixties“, das mit Klassikern der Pop- und Rockgeschichte das Publikum mitriss. Der lang anhaltende Applaus mündete schließlich in stehenden Ovationen – ein verdienter Lohn für ein rundum gelungenes Konzert. Mit „Rock Around The Clock“ bedankte sich das Orchester schwungvoll und animierte das Publikum zum Mitklatschen.
So wurde dieser Frühlingsabend zu einem lebendigen Beweis dafür, wie viel Freude gemeinsames Musizieren schenken kann und wie vielseitig, mitreißend und alles andere als langweilig das Akkordeon ist.
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