Am Wochenende 21. und 22. März 2026 trafen sich 35 ambitionierte Musikerinnen und Musiker aus dem Großraum Rhein-Main zum 25. Fortbildungslehrgang in Frankfurt am Main.
Eingeladen hatten die Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Akkordeonvereine (Akkordeon Frankfurt) und der Hessische Harmonikaverband e.V., Bezirk Mitte, in Kooperation mit dem Akkordeon-Musikverein Heiterkeit von 1890 Frankfurt am Main-Griesheim e.V. zum 25. Orchester-Workshop. Dozent in diesem Jahr war Wolfgang Ruß. Auf dem Programm standen fünf Titel aus seiner Notenwerkstatt.
Gestartet wurde am Samstag mit der „Big Apple Suite“, die fünf verschiedene Stimmungsbilder rund um die Stadt New York wiedergibt. Mit dieser Komposition gewann Wolfgang Ruß 2022 den Ersten Preis des Kompositionswettbewerbes für Akkordeon-Orchester (ARMA); 2023 war sie Wettbewerbs-Pflichtstück in Chalais / CH.
Es folgte „Merry Go Round of Life“, eine sehr einfühlsame Musik aus dem Animationsfilm Howl’s Moving Castle des japanischen Komponisten Joe Hisaishi.
Brahms‘ „Wiegenlied“ war das Kontrastprogramm pur (ohne Drums, keine Elektronien). Der kurze Spaziergang durch diverse Tonarten erforderte hohe Konzentration: Kaum hatte man sich an die in Takt 23 notierten fünf „b“ gewöhnt, ging es schon in Takt 27 mit zwei Kreuz – neuerdings auch als Hashtag bekannt 😉 – weiter. Dann dauerte es immerhin 14 Takte bis zur nächsten Tonart. Aber die Melodie war immer noch zu erkennen.
Am Sonntag wurden noch einzelne Teile von „Collage“ – einer Auftragskomposition des Hessischen Harmonika-Verbandes e.V. zum 25-jährigen Jubiläum von A-Train, der Landes-Akkordeon-Bigband Hessen 2000 e.V. – angespielt, um die Bandbreite der diversen darin enthaltenen Stilrichtungen zu erleben.
Gemeinsam mit sechs hochmotivierten Jugendlichen und zwei Wiedereinsteigerinnen ging es an „Space Flight“, bestehend aus den vier rhythmisch betonten und rockigen Sätzen Lift-off, Zero Gravity, Trip to Mars und Back to Earth. Der 5/4-Takt im dritten Satz wurde von allen(!) gut gemeistert. Da war sogar Wolfgang Ruß positiv überrascht!
Rund 50 Interessierte – unter anderem auch Ingolf Schneider vom Hessischen Harmonika-Verband – kamen zu der Abschluss-Präsentation am Sonntag und konnten sich an 45 Minuten Musik erfreuen.
Auch dieses Jahr präsentierte Stefanie Dalhof vom Amusiko Musikverlag gemeinsam mit ihrer Mutter an beiden Tagen eine umfangreiche Notenausstellung.
Es bestätigte sich einmal mehr, dass auch mit engagierten Spielerinnen und Spielern aus unterschiedlichen Vereinen schwierige Literatur schon nach kurzer Probenzeit gemeinsam „auf die Bühne“ gebracht werden kann. Nicht zu unterschätzen ist die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen oder bestehende Kontakte zu vertiefen.
Der nächste Workshop findet am Wochenende 5. und 6. Juni 2027 statt.
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