Umrahmt wurde der Tag vom Kammerorchester des AOB unter der Leitung von Thomas Bauer und dem Ensemble des AOB unter der Leitung von Michael Nille. Zwischen den musikalischen Beiträgen gab es Festreden durch den Vorsitzenden Michael Nille, Herrn Bürgermeister Simon Schmid sowie den Ehrenpräsidenten des DHV, Herrn Jochen Hausmann (MdL).
Kurzweilig ging Michael Nille (Vorsitzender seit 1990) auf die Geschichte des AOB ein. Viele Glücksfälle hätten dazu geführt, dass das AOB heute da sei, wovon die Erfolge, z.B. in Innsbruck, und die verschiedensten Konzerte ein Bild lieferten. Schon mit dem ersten Vorsitzenden Otto Ziegler (1951-1980, 1982-1986) sei Wert auf Themen gelegt worden, die auch heute noch gelten: Kontinuität, Ausbildung, Gemeinschaft und behutsamer Wandel.
Durch seine Dirigentinnen und Dirigenten hat sich das AOB stetig weiter entwickelt. Unter Heinz Kolasa (1955-1983) erzielte das AOB viele erste Erfolge (z.B. 1958: 1. Preisträger Original-Literatur, Coupe d’Europe, Staßbourg / 1968: 1. Preisträger Höchststufe, Weltfestspiele Luzern / 1973: 1. Preisträger und Sonderpreis des Bundespräsidenten, Europafestival Bonn). Unter Bernd Maltry (1984-1987) spielte man das „1. Galakonzert beim World Music Festival 1986“ in Innsbruck. Mit Christine Fischer-Fahs kam 1986 eine junge Absolventin aus Trossingen für die Jugendausbildung nach Baltmannsweiler. Neben allen anderen Erfolgen gewinnen Jugendensembles oder Jugendorchester unter ihrer Leitung dreimal den 1. Platz in Innsbruck. 1987 übernahm Thomas Bauer die Leitung des 1. Orchesters in Baltmannsweiler. Die gemeinsamen Erfolge in Innsbruck (1. Platz 1992, 1998 und 2016 – 2. Platz 2007, 2013 und 2025) und die „besonderen Konzerte“, zumeist in der Liederhalle Stuttgart, zeugen von seiner Zeit. Nicht zu vergessen die Aufführungen zahlreicher „verbotener“ Literatur (Brahms-Requiem, Carmina Burana, Romeo und Julia, Bilder einer Ausstellung, Beethoven Triplekonzert, Porgy & Bess, Star Wars, uvm).
Herr Bürgermeister Simon Schmid sei hier zweimal zitiert: „75 Jahre AOB, 75 Jahre eine Erfolgsgeschichte!“ und „Erfolg ist eine Folge von dem, was man tut!“. Höchstleistung würde in der Musik erzielt und auch in der Vereinsarbeit betrieben. Denn in einem Amateur-Orchester spiele das musikalische und soziale Miteinander eine große Rolle. Dazu gehörten natürlich auch Beharrlichkeit, Leistungsbereitschaft und Ehrgeiz. Das AOB schenke den Menschen Freude. Von der Vereinsarbeit lebe auch die Gemeinde, so Simon Schmid weiter. Man spüre das Miteinander.
Jochen Hausmann hielt eine sehr persönliche Rede. Ganz passend läge das 75-jährigen Vereinsjubiläum im „Jahr des Akkordeons“ des Deutschen Musikrates. Schließlich handele es sich um ein besonderes Orchester und einen besonderen Verein. Ein Verein, bei dem viele Menschen dahinterstehen. Wo eine perfekte Verbindung zwischen Vorstandschaft, Ehrenamt und musikalischem Erfolg zu sehen und hören ist. Besondere Anerkennung gebühre vor allem den musikalischen Treibern des Vereins: Michael Nille, Thomas Bauer und Christine Fischer-Fahs. Herr Hausmann erzählte u.a. von seiner Zeit als 8-jähriger und dem ersten Akkordeon-Unterricht. Schon damals habe Baltmannsweiler in der Akkordeon-Szene einen besonderen Namen gehabt. Daran habe sich bis heute nichts geändert. Eher sei der Ruf noch gewachsen. Im Namen des DHV überreichte er eine Urkunde zum Jubiläum.
Im Rahmen des Festaktes fanden auch einige Ehrungen statt. Zu nennen sei hier, dass Heinrich Heiner“ Hezinger als letztes verbliebenes Gründungsmitglied für 75 Jahre Vereinsmitgliedschaft im AOB unter stehenden Beifall geehrt wurde.
Nächster Höhepunkt ist das 1. Jubiläumskonzert am Samstag, den 25. April 2026, ab 19 Uhr im Kulturzentrum Baltmannsweiler. Es folgen Waldkonzert, Kirchenkonzert, Kinderkonzert, ein Gastspiel in Uhingen und das 2. Jubiläumskonzert am Samstag, den 2. Dezember 2026, ab 19 Uhr im Kulturzentrum Baltmannsweiler (siehe www.ao-baltmannsweiler.de).
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