Amateurmusik investiert jährlich 22,4 Milliarden Euro
Amateurmusik ist eine tragende Säule des kulturellen Lebens – und zugleich ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Zu diesem richtungsweisenden Ergebnis kommt die aktuelle wissenschaftliche Untersuchung „Die wirtschaftliche Bedeutung von Amateurmusik in Deutschland“, die das Forschungsinstitut Zivilgesellschaft in Zahlen (ZiviZ) im Stifterverband im Auftrag des Spitzenverbands Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) vorgelegt hat.
Die Erhebung beziffert die jährlichen Ausgaben der Amateurmusik auf mindestens 22,4 Milliarden Euro. Damit liegen die Aufwendungen deutlich über dem Gesamtumsatz der professionellen Musikwirtschaft, der 2023 bei rund 17,4 Milliarden Euro lag. Im Durchschnitt geben Musizierende ab 16 Jahren 1.516 Euro pro Jahr für ihr musikalisches Engagement aus; bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 15 Jahren sind es 1.288 Euro. Besonders das gemeinsame Musizieren im Ensemble erzeugt Nachfrage weit über den Noten- und Instrumentenbau hinaus: Probenphasen, Konzertreisen und Vereinsbetrieb beleben Gastronomie, Hotellerie und die Veranstaltungswirtschaft.
Getragen wird diese Wertschöpfung primär von den Aktiven selbst: Ensembles und Musizierende finanzieren ihre Arbeit ganz überwiegend privat, während öffentliche Fördermittel im Schnitt lediglich elf Prozent der Ensemble-Kosten abdecken. Die repräsentative Studie, an der über 3.000 Musizierende, knapp 900 Ensembles und 66 Verbände mitgewirkt haben, liefert unserer Verbandsarbeit eine unverzichtbare Argumentationsbasis gegenüber Politik und Öffentlichkeit für verlässliche Rahmenbedingungen. Ausführliche Ergebnisse und Infografiken stehen unter www.bundesmusikverband.de/wirtschaftsstudie bereit.
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